Die richtige Wurf- und Standtechnik

Das große 1 x 1 des Darts

Um sich gleich von Beginn an die richtige Wurftechnik anzueignen, empfehle ich jedem Darts Anfänger, diesen Artikel genau zu lesen. Wenn man sich erst mal die falsche Wurftechnik angeeignet hat, wird es schwer, diese wieder zu verlernen. Trotzdem sollte man versuchen, sich nicht zu stark in seiner natürlichen Bewegung einzuschränken. Auch bei den Profis sieht man die unterschiedlichsten Wurf- und Standtechniken – was nicht heißt, dass diese dann auch richtig sind.

Der richtige Wurf kann in drei Dinge unterteilt werden. Das wären der richtige Stand des Fußes und des Körpers, darauf folgt der richtige Griff des Dartpfeils. Und als letzten ganz entscheidenden Punkt natürlich die richtige Wurfausführung bzw. -technik.

 

Der richtige Stand von Füßen und Körper

Warum ist der Stand so wichtig beim Darts? Ganz einfach: Wenn wir richtig an der Dartlinie (Oche) stehen, reduzieren wir die Bewegung in unserem Körper. Somit minimieren wir unsere Fehler beim Abwurf und erzielen meist deutlich mehr Punkte.

1) Anfänger Körperhaltung und Stand

Es gibt nun unterschiedliche Wurftechniken im Bereich der Fuß- und Körperhaltung. Viele Anfänger stehen mit beiden Füßen frontal an der Abwurflinie. Dies ist aber mitunter die schlechteste Körperhaltung beim Darts. Der Körper wird nicht gut fixiert und schwingt somit deutlich.

 

2) Fortgeschrittene Körperhaltung und Stand

Die zweite deutlich effektivere Position ist, wenn die rechte Fußspitze (Rechtshänder) an der Abwurflinie halt findet und der linke Fuß sich dahinter befindet. So muss man seinen Körper ganz leicht eindrehen, um auf die Dartscheibe zu zielen. Dies fixiert den Körper aber und reduziert ungewollte Bewegungen. Versucht es einfach mal ohne jetzt an der Dartscheibe zu stehen. Man merkt schon einen deutlichen Unterschied zur ersten Position.

 

3) Profi Körperhaltung und Stand

Die Position 3 ist eine noch stärkere Eindrehung des Körpers. Hier wird der komplette Außenfuß (also der Knöchel) an die Abwurflinie gestellt. Der zweite Fuß befindet sich dahinter. Nun muss man seinen Körper noch stärker eindrehen, um gezielt werfen zu können. Sein Gewicht verlagert man nun auf das vordere Standbein und lehnt sich mit dem Körper nach vorne. Wichtig ist, dass man wirklich sicher steht aber auch nicht zu verkrampft. Zu Beginn erfordert das natürlich etwas Übung. Aber Übung macht bekanntlich den Meister.

Eine Variante aus Position 2 und 3 sieht man bei den meisten Profi Dartspielern. Achtet einfach mal bei der nächsten TV Übertragung drauf oder schaut euch das folgende Youtube Video an. Ich finde man kann immer ganz gut aus solchen Videos lernen und gute Tipps für das eigene Spiel mitnehmen.

 

Der richtige Griff des Dartpfeiles

Wie oben schon erwähnt, gibt es hier viele Möglichkeiten des Griffs. Schaut man sich mal die Profis bei der PDC Darts-Weltmeisterschaft an, so erkennt man, dass viele Profis ihre Darts unterschiedlich halten. Das sagt meiner Meinung nach schon viel aus, nämlich das es nicht den einen perfekten Griff für alle gibt.

Darts Anfänger können sich aber z.B. an dem Halten eines Stiftes orientieren. Dies ist schon mal eine gute Basis für die ersten Würfe.

Aber wie weit vorne oder hinten muss man den Dartpfeil denn nun greifen? Dies kommt auf den Dartpfeil an. Manche Dartpfeile sind schwerer als andere, manche Dartpfeile sind kürzer/länger als andere. Wichtig ist, dass ihr den Dartpfeil in der richtigen Balance habt, so dass er nicht zu weit nach oben oder nach unten schaut, sondern schon Waagerecht zum Boden ist.

Beherzigt man diese Grundeinstellung, findet man nach einigen Würfen zu einer natürlichen Haltung des Pfeils.

 

Die richtige Wurfausführung bzw. -technik

Der Meister Phil Taylor erklärt es in diesem Youtube Video perfekt und man sieht sehr gut was er meint. Sein Körper ist komplett bewegungslos. Er ist mit der Schulter zur Dartscheibe gerichtet. Seine Schultern bewegt sich aber nicht während des Wurfes. Die Bewegung kommt aus dem Ellbogen und zeichnet eine gerade Linie zum Dartboard. Das loslassen des Dartpfeiles ist also noch in der „gerade“ Bewegung, nicht erst, wenn der Arm Richtung Boden geht. Das heißt, dass auch der Ellbogen sich nicht zu stark bewegen sollte. Die gesamten Wurfbewegung sollte wie aus einem Guß sein und man sollte nicht zu früh „abstoppen“. Man kennt es vllt. Vom Tennis. Auch hier zieht der Spieler mit dem Schläger komplett durch. Der Ball wird aber schon deutlich früher getroffen, die Bewegung aber komplett ausgeführt. Somit gewährleistet man die volle Wurfpower.

 

Tipps und Tricks

Ganz wichtig ist auch, dass du den Blickkontakt zu dem Punkt hältst, welchen du treffen willst z.B. die Triple 20 oder das Bulls-Eye. Gerade zu Trainingszwecken sind dies gute Ziele, da es natürlich schwieriger ist einen kleineren Punkt zu treffen als z.B. die Single 20.

Um deine Wurftechnik noch weiter zu verbessern, kannst Du dir auch von anderen helfen lassen oder dich dabei filmen. So kannst Du später analysieren, was du an deinem Wurf noch verbessern kannst oder bei welcher Wurfposition du die besten Ergebnisse erzielt hast.

Aber sei am Anfang nicht zu verbissen, sondern lass den Spaß überwiegen. Nur wenn es Spaß macht stellen sich auch langfristig Erfolge ein.