Dartzubehör für die perfekte Spielrunde

Nicht nur die Fans des englischen Nationalhelden Robin Hood wird das Dartspiel erfreuen. Sicher hat er es mit seiner Bande schon in den tiefen Wäldern gespielt. Der sportliche Geschicklichkeitswettbewerb stellt also gelebte Geschichte dar. Zum Dart gehört eine Menge Zubehör, um das Spiel als Wettstreit zu veranstalten. Damit werden gesellige Stunden für alle Beteiligten ein unvergessliches Erlebnis.

 

Grundausstattungselement Nr 1: Das Dartboard als Gruß aus dem Mittelalter

Der heutige standardisierte Dartboard hat seinen Ursprung bei den Wagenrädern, genauso wie die Zielscheibe beim Bogensport. Das Wagenrad war bereits im 12. Jahrhundert in England beim Zielschießen unentbehrlich. Später bekamen die Speichenabstände besondere Werte zugeschrieben, der Treffer in der Nabe, dem Bull´s Eye, hatte stets den höchsten Wert.

Die Dartscheibe, das Dartboard, unterteilt sich in 20 Bereiche mit einer Wertigkeit von 1 bis 20. Der Mittelpunkt Single Bull besitzt den Wert 25. Wer ganz genau in Bull´s Eye trifft, hat sogar einen Wert von 50 erreicht. Dieser Treffpunkt darf beim Spielen nach Double-Out zur Beendigung des Legs verwendet werden, denn er zählt als doppeltes Feld. 

Den höchsten Erfolg hat der Spieler beim Treff in das Triple, den innersten schmalen Ring. Trifft hier ein Pfeil, dann verdreifacht sich der Feldwert. Auf dem äußeren schmalen Ring, dem Double, wird die Punktzahl verdoppelt. Es lohnt sich also genau hinzuschauen und das eine oder andere Zielwasser zu nehmen. Konzentration darf ebenfalls nicht fehlen. Die ruhige Hand erhöht die Trefferquote enorm. Die Reihenfolge der Verteilung der Segmente um den Mittelpunkt Single Bull legte 1896 der englische Zimmermann Brian Gamlin fest. Sie sollte Ungenauigkeit bestrafen und den Zufall einschränken. Dart erfordert ein geübtes Vorgehen. Die Anordnung der Zahlen braucht Treffsicherheit, man muss ein geübtes Auge besitzen. Aus diesem Grund liegen zweistellige Zahlen zumeist neben einstelligen, z.B. die 20 zwischen der 5 und der 1. Das fordert den Ehrgeiz, der Spieler strengt sich automatisch an. 

Wie in alter Zeit wird die Steeldartscheibe heute noch aus Naturfasern hergestellt, die den Pfeilen einen guten Halt bieten. In der Regel finden Sisalfasern Verwendung, gelegentlich wird von Schweineborsten gesprochen. Diese bildeten bereits im Mittelalter ein beliebtes Grundmaterial, fielen sie doch als Nebenprodukt in der Landwirtschaft an. Nachhaltigkeit stellt also keine heroische Erfindung unserer Tage dar, sie war früher selbstverständlich.

Preiswerte Scheiben werden heute aus Papier oder Kork gefertigt. Die Segmente der Scheibe werden durch ein Drahtnetz entlang der Segmentgrenzen getrennt. Diese Drahtkonstruktion nennt man Spinne. Wie beim Fußball unterliegt das Dartspiel strengen Regeln. Der Mittelpunkt der Dartscheibe muss sich 1,73 Meter über dem Boden befinden. Regeln und Kniffe sind in zahlreichen Werken festgehalten worden.

 

Grundausstattungselement Nr. 2: Darts, die gut treffen

Der Traum eines jeden Spielers besteht darin, möglichst große Erfolge zu erzielen. Das hängt natürlich von Übung und Geschicklichkeit ab, aber die Darts leisten einen wesentlichen Beitrag. Jeder Spieler benötigt drei Pfeile, die als Darts bezeichnet werden. Sie bestehen aus der Spitze, dem Barrel, dem Schaft (Shaft) und dem Flight. Der letztere Bestandteil kann als eine Art Flügel oder Blättchen beschrieben werden, der den Wurfpfeil in der Richtung hält. Mit Steel- und Soft-Darts werden zwei Arten von Darts unterschieden.

Bauteile des Darts

Die Darts bestehen aus Einzelteilen, welche auch separat erworben werden können. Auf diese Weise kann sich jeder Spieler die Pfeile zusammenstellen, die ihm besonders gute Treffsicherheit verleihen. Die Erfahrung stellt sich mit fortlaufender Spielpraxis und im Dialog mit anderen Sportfreunden ein.

1. Tip oder Point

Die aufschraubbare Spitze besteht aus Kunststoff oder Stahl. Für Softdarts sind ebenfalls aufschraubbare Stahlspitzen erhältlich, sie werden “Conversion Points” genannt. Die Spitzen werden in verschiedenen Ausführungen und Längen angeboten. Es ist darauf zu achten, dass sie abgerundet sind. So wird eine zu schnelle Abnutzung verhindert.

2. Barrel

Hier wird zwischen “Tungsten” (Wolfram), “Brass” (Messing), und “Nickel” unterschieden. Bei den Tungsten Barrels gibt man den Wolframanteil in Prozent an. Je mehr Wolfram enthalten ist, desto dünner wird der Barrel bei gleichem Gewicht hergestellt. Dadurch wird die engere Gruppierung auf dem Board möglich. Barrels werden in verschiedenen Formen und Gewichten angeboten. Zusätzlich sind bewegliche Spitzen (Hammerhead oder Powerpoint) erhältlich, die Abpraller verhindern sollen. Es ist darauf zu achten, dass bewegliche Spitzen nur in die dafür hergestellten Barrels passen, sie erfordern ein tief geschnittenes Gewinde. Neben den gängigen Barrels existieren die M3 Barrels, bei ihnen liegen die Gewinde außen. Dadurch entsteht ein höheres Gewicht.

3. O-Ring

Der O-Ring ist ein kleines Teil mit großer Wirkung. Dieser Gummiring kommt auf das Gewinde von Aluminium- und Kohlefaser-Shafts. Er verhindert, dass sich diese beim Spielen lösen und die Dartstabilität verringern. So bleiben die Pfeile stabil und selbst olympische Werfer können ihnen nichts anhaben.

4. Shaft

Die Variationen der Shafts sind riesig. Am meisten werden Aluminium- und Nylon-Shafts genutzt, in der Gegenwart manchmal auch Shafts aus Kohlefaser. Bei der Zusammenstellung spielt vor allem die Länge des Shafts eine Hauptrolle, erhältlich sind x-Short, short, mini (Thumbnails), medium und long. Der längere Shaft bringt mehr Stabilität beim Flug Richtung Dartboard, der Schwerpunkt wird nach hinten verlagert. Der Umgang mit den entsprechenden Darts muss eingeübt werden.

5. Collar

Collars werden nur bei Nylon-Shafts gebraucht. Sie werden in drei verschiedenen Arten angeboten. Ihr Zweck besteht darin, das Ende des Nylon-Shafts zusammenzudrücken und dadurch den Flight mit dem Shaft zu verbinden. Schlägt ein nachfolgender Dart hinten auf, verhindert der Collar die Beschädigung des Shafts. Hierzu sind vor allem federnde Ringe geeignet, die den Shaft in allen Situationen wieder in die Ursprungsform bringen. Feste Ringe dagegen bersten nach einiger Zeit oder verlieren komplett die Form.

6. Flight

Der Flight bildet den letzten großen Bestandteil des Darts. Er besteht meist aus Nylon oder Polyester. Seine Form entscheidet über bessere Anwendbarkeit. Die meisten Spieler nutzen allerdings nur den Standard-Flight. Erst mit Ausprobieren und Spielerfahrung kommt man auf den Flight, der individuelle Erfolge bringen kann. Wenn ein Flight viele Risse oder Knicke hat, sollte er gewechselt werden.

7. Protector

Der Protector aus Nylon oder Aluminium kommt auf das hintere Ende des Flights, um ihn vor folgenden Darts zu schützen. Je kürzer die Abstände sind, in denen man Darts aufeinander wirft, desto häufiger kommt es vor, dass der folgende Dart den Erstgeworfenen trifft. Damit werden Flight und manchmal sogar Shaft ruiniert. Der Protector bewirkt ein Abprallen des Darts, ohne größeren Schaden entstehen zu lassen.

 

Umfangreiches Zubehör macht das Dartspiel erst perfekt

Gewiss, Dartboard und Darts reichen, um Spielspaß zu gewährleisten. Aber dann muss das Team viel improvisieren. Professionelles Zubehör erhöht die Spielqualität und schafft Anreiz für sportliche Leistungen. Da ist die Olympiade nicht mehr weit! Nachfolgende Beispiele zeigen eine kleine Auswahl, welche Produkte mehr Spielspaß schaffen können.

 

Dartmatte und Abwurflinie

Ein leidiges und vieldiskutiertes Thema beim Dart bilden die Markierungen. Dieses Problem löst die Dartmatte, auf der alles bereits aufgedruckt vorliegt. Sie wird ausgerollt, das Spiel kann beginnen. Einen ähnlichen Zweck erfüllt die selbstklebende Abwurflinie auf Polycarbonatfolie. Hier findest Du weitere Informationen zum Thema Dartmatten und Abwurflinien.

Dart-Universalwerkzeug

Der Umgang mit den Darts erfordert Sorgfalt und Fingerspitzengefühl. Das Dart-Universalwerkzeug befestigt Schäfte und Spitzen aus Stahl und Kunststoff. Schaftschlitze können gedehnt werden, Schäfte erhalten die richtige Ausrichtung.

 

Slotmachine Dartona Flight-Locher

Mit diesem neuen Locher werden die Slot-Lock Flights ganz einfach selbst hergestellt. Mit wenigen Handgriffen sind die Dartflights gestanzt und die Federringe sitzen besser.

Dartgewichtsschrauben

Gewichtsschrauben verschiedener Materialien, z. B. Messing oder Nickel, erhöhen das Pfeilgewicht, z.B. um zwei Gramm. Sie werden ganz einfach in das Barrel eingeschraubt.

 

Schaftentferner

Mit dem Schaftentferner für Nylonschäfte können herausgebrochene Stücke aus dem Barrel entfernt werden.

Kreidetafel

Gut notierte Spielstände erhöhen den Wettbewerbsgeist und zeigen Erfolge. Die Kreidetafel hilft dabei. Nicht mehr aktuelle Beschriftungen werden einfach weggewischt.

 

Markerboard und Markerstifte

Marker sind eine andere Möglichkeit, um Spielstände aufzuzeichnen. Das gehörige Board ist dazu unentbehrlich. Der Boardwischer macht Platz für neue Höchstleistungen.

Finger-Wachs-Tablette

Die Wachstablette für die Finger wird zwischen Daumen und Zeigefinger gerieben, das macht die schwitzige Hand wieder trocken und damit rutschfest.

 

Literatur

Bücher ermöglichen einen leichten Einstieg ins Dartspiel. Anfänger und Fortgeschrittene erhalten eine Fülle von Informationen über Spiele, Übungen und Techniken.

Dartzubehör gibt es für alle Bedürfnisse und immer wieder kommen andere nützliche Produkte auf den Markt. Zur Dartrunde gibt es z.B. die passenden Trinkgläser, Teller oder Untersetzer. Damit wird das Ambiente eines gemütlichen Dartabends vollständig.